Ein Tag, so wunderschön wie heute...

Was macht einen Tag zu einem guten Tag?


Es gibt sicher unzählige Möglichkeiten je nach Stimmung, Erwartung und Alter und genauso viele Menschen, die es so oder anders empfinden.
In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Dinge, die von Außen auf uns einwirken und unser Leben scheinbar bereichern bzw. glücklicher machen. Was passiert jedoch, wenn diese Dinge sich verändern, verloren oder zu Ende gehen, was wenn dieser Faktor von Außen wegfällt? Dann ist der Tag plötzlich alles andere als schön. In der Regel wollen wir den alten Zustand wieder zurück haben, daran festhalten, was war. Wir wollen dem IST-Zustand widerstehen, sind bereit zu kämpfen, manchmal hadern und resignieren wir. Aber geht es wirklich darum?


Ist nicht jeder Tag gleich (schön)? Wer bewertet und urteilt darüber, ob er gut oder schlecht ist?
Die Elemente, Pflanzen und Tiere, Gesteine empfinden jeden Tag als gleich (schön). Alle vereint, dass sie so sind wie sie sind, die Dinge nehmen, wie sie kommen und nicht verändern wollen und auch nicht können ;-) Wir Menschen jedoch sind in der bevorzugten Lage des Denkens, des Handelns, des Fühlens und Empfindens. Gleiches jedoch führt uns immer wieder ins Leiden.


Dem Schmetterling ist es ganz egal, wie er aussieht, er ist einfach (wunderschön). Die Rose verströmt ihren Duft, ganz gleich, ob jemand an ihr riecht, sich danach verzückt oder es als unangenehm empfindet. Die Sonne strahlt auf jeden von uns gleich ohne Unterschied, Vorlieben oder Abneigungen. Warum können wir es der Natur nicht gleich tun: einfach SEIN, unsere Schönheit und Einzigartigkeit in jedem Augenblick spüren und genießen?


Unser Ichbewusstsein trennt uns von dem, woraus wir entstanden sind, was uns sein lässt und wohin wir nach unserem Tod wieder zurück gehen werden. Durch die Identifizierung mit dem Ichbewusstsein unterscheiden und bewerten wir, leben in ständiger Angst, nicht genug zu sein oder zu bekommen bzw. Dinge zu verlieren, jagen nach Anerkennung und materiellen Dingen und bemerken nicht, dass wir uns immer mehr von dem entfernen, was unser Zuhause ist.


So wie es den Tanz nur mit einem Tänzer gibt, das Gemälde nur mit einem Maler, ein Lied nur mit einem Sänger, so wie es eine Welle nur geben kann, wenn es Wasser, einen Ast, wenn es einen Baum gibt, so gibt es auch uns nur, weil eine viel größere Kraft uns SEIN lässt.

Der Sinn des Lebens kann nur darin bestehen, diese Kraft in sich zu spüren, sich wieder mit ihr zu vereinen und dadurch das Getrenntsein von allem, was uns umgibt zu überwinden.


Dann wird jeder Tag zu einem wunderschönen Tag. (05.03.2017)

 

 

Symphonie und Tanz

Du bist der Schöpfer der Symphonie und auch ihr Klang.

Ich eine unverwechselbare Note, die erklingt und verklingt.

Du bist der Tänzer und auch der Tanz.

Ich dieser wirbelnde Tanzschritt im zeitlosen Jetzt.

Du bist das Kommen und Gehen.

Das Geborenwerden und Sterben.

Warum Angst haben?

Du tanzt und singst.

Wirst geboren und stirbst.

Wer sagt da Ich?

(Erfahrungsbericht)

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